Portrait Ani Menua

Foto © Privat

Ani Menua

Facts of Life
Ani Menua

Warum
… wegen der Seligkeit

Höhepunkt
… Grenzerfahrungen

Tiefpunkt
… Grenzerfahrungen

Freude
… wir sind flüchtig bekannt

Mentaler Einfluss
…  grundsätzlich faszinieren mich Künstler*innen, die am weitesten von Nachahmung entfernt sind.

Unaufgeforderter Rat
… Siehe „Fremde Weisheit“

 Fremde Weisheit
… Fremde Weisheiten treten häufig als unaufgeforderte Ratschläge in Erscheinung und bleiben wegen ihres unaufgeforderten Daseins fremd.

Hoffnung
Das Skurrile an der Hoffnung ist, dass im Leben der Zwang besteht, Hoffnung zu haben und sie nach ihrem Verlust erneut finden zu müssen, ansonsten muss man sterben: Die Hoffnung ist ein Funken Licht, mit dem wir uns am Leben halten. Wir rennen in dieses Licht, sobald die Gegenwart unerträglich erscheint. Mit der Möglichkeit der geistigen Flucht in die Zukunft oder in ein paralleles Jetzt stimmt uns die Hoffnung versöhnlich dem Jetzt gegenüber, in der wir die Gegenwart in einer schöneren Form, im Sinne eines erträglicheren Jetzt, uns erhoffen können. Die Hoffnung lebt von der Suggestion, dass sich dieses Jetzt jetzt gleich ändert – jetzt oder eine Sekunde, Minute, Stunde oder eine Ewigkeit später. Die Hoffnung ist an das Jetzt gebunden und das Jetzt ist immer jetzt, auch wenn vergehen – Sekunden, Minuten, Stunden und die Ewigkeit. Man überlege sich, ob man hoffen will.

Fotos © Ani Menua

Philosophin & Schriftstellerin

Ani Menua (*1983) ist Philosophin, Schriftstellerin und Herausgeberin. Sie absolvierte das Magisterstudium der Philosophie, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft sowie Slawischen Philologie (Russistik) an der Johannes-Gutenberg Universität. Neben eigenen theoretischen und literarischen Schriften verfasst sie Auftragstexte und entwickelt Content-Konzepte für Bücher und Magazine, die sich mit Themen aus der Philosophie, Kunst und Literatur befassen. Bei der Konzeption von Texten und Inhalten entführt Ani Menua Themen aus ihrer Trivialität und erzeugt für sie neue Perspektiven durch die Sprache. Texte sind für sie Formen, die aus dem Material Wort und dem Werkzeug Sprache entstehen. Orte ihres Schaffens sind Ästhetik, Ethik und Lyrik. In ihren Arbeiten kombiniert sie deshalb Ideen aus der Philosophie, Literatur und Kunst mit den Sprachen Deutsch, Englisch, Russisch und Armenisch. Ani Menua schreibt und lebt in Berlin. 

www.animenua.com
@ani_menua

Lost and Found – Vergangene Bilder neu erzählt

Das Buch ist eine Sammlung alter Fotografien, die im letzten Jahrhundert aufgenommen wurden. Mit neuen Texten werden, die verloren geglaubten Bilder zu neuem Leben erweckt.

Durch die Texte tauchen die Leser*innen in den normalen Alltag und in die Welt der auf den Fotos erscheinenden Motive und Menschen ein. Das Buch konfrontiert die Vergangenheit mit der Gegenwart. Das Gestern wird zum Jetzt und das jetzt zum Gestern. Gedichte wechseln sich neben Prosastücken ab, behandelt werden Themen wie Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Unsicherheit, nicht zuletzt bezogen auf den fragilen historischen Kontext, der “Lost and Found” rahmt.

They lost, we found. In diesem Buch geht es darum, Erinnerungen aus der Geschichte und der Zeit in die Gegenwart zu holen. Es geht um Liebe, Verlust, Freundschaft, Leid, Widerstand und die Schatten des täglichen Lebens.

Ani Menua
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner