The Cure, Julie Legouez – Book Launch & Ausstellung

The Cure, Julie Legouez – Book Launch & Ausstellung

Wir haben die Buchpremiere von The Cure der Künstlerin Julie Legouez zusammen mit der Eröffnung ihrer Ausstellung My Happy Place in der Galerie Kollaborativ in Berlin gefeiert. Sowohl das Buch als auch die Ausstellung zeigen die persönlichen Erfahrungen der Künstlerin mit häuslicher Gewalt.  

Am 7. März 2024 präsentierte Julie Legouez in der Galerie Kollaborativ in Berlin ihre erste Künstlerinpublikation The Cure. Zahlreiche interessierte Gäste waren anwesend, um die Künstlerin und ihr Werk kennenzulernen. Moderation und Artist Talk wurden von Karen Appel begleitet. 

Im Rahmen der Veranstaltung las Legouez Auszüge aus ihrer Publikation, in der sie ihre persönlichen Erfahrungen als Betroffene häuslicher Gewalt thematisiert. Im anschließenden Künstleringespräch stellte sie das Konzept ihres Buches vor und bot den Anwesenden Einblicke in den kreativen Entstehungsprozess, den sie gemeinsam mit Designer Daniel Hahn realisiert hat. Das Buch, konzipiert als ›Akte‹, dokumentiert die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und reflektiert damit ihre persönliche Betroffenheit. 

Ein hochpolitisches Thema, das in der Kunst selten Raum findet. Schön, dass mal jemand drüber spricht.
Julia Meyer-Brehm, Kunsthistorikerin und Kuratorin

Zeitgleich zur Buchveröffentlichung eröffnete Legouez ihre Soloausstellung My Happy Place, die sie eigens zum Buch-Launch konzipiert und organisiert hat. Diese Ausstellung, die vom 8. März bis zum 8. April zu sehen war, präsentierte weitere Werke der Künstlerin und diente als eine Art Weiterführung des Buches. 

The Cure ist nicht nur ein Buch, sondern ein starkes Statement. Es beleuchtet ein Thema, das viel zu selten offen besprochen wird. Durch ihre mutige Entscheidung, persönliche Erfahrungen zu teilen, bietet Legouez Betroffenen von häuslicher Gewalt Kraft und Hoffnung.

 

 

Das liebevoll gestaltete Buch ›The Cure‹ erzählt die Geschichte einer Loslösung aus einer toxischen Liebesbeziehung. Künstlerisch verdichtet Julie Legouez Tagebucheintragungen und dokumentarisches Archivmaterial zu einem vielschichtigen Portrait über geschlechtsspezifische psychische und physische Gewalterfahrungen. Intensiv, verstörend und erkenntnisreich, denn schnell wird klar, dass es um mehr als ein persönliches Schicksal geht!
Katharina Schilling, Kunsthistorikerin und Kuratorin

Fotos von © Jonathan Goudefroy, 8. a.m. (vorletztes Bild)